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AJZ
26. Nov 2010 Beginn 19:00 Uhr

ISRAELBEZOGENER ANTISEMITISMUS

Line-up

  • ISRAELBEZOGENER ANTISEMITISMUS

"Man wird ja wohl noch sagen dürfen..." - Über inszenierte Tabubrüche und Grenzen der Kritik.
Eine Einführungsveranstaltung zu "Was ist "israelbezogener Antisemitismus?"
Florian Eisheuer

Nach dem militärischen Sieg über das nationalsozialistische Deutschland war der Antisemitismus nicht verschwunden, sondern fand spätestens ab dem Sechstagekrieg eine neue Projektionsfläche im jüdischen Staat Israel. Das antiisraelische Ressentiment flammt seither vor allem dann auf, wenn die israelische Armee aktiv wird. Gleichzeitig werden Selbstmordattentate und Raketenangriffe antisemitischer Terrorgruppen verharmlost.

Der Antisemitismus zeigt sich heute nicht nur als Hass auf Jüdinnen und Juden, sondern auch in der Ablehnung des Existenzrechts des jüdischen Staates Israel. Dabei inszeniert er sich nicht selten als Tabubruch und greift auf historische Vergleiche zurück, die letztlich eine Verharmlosung des Holocaust oder des nationalsozialistischen Deutschland bedeuten.

Im Vortrag von Florian Eisheuer wird es um historische Entwicklungslinien und zeitgenössische Ausprägungen dieses neuen Antisemitismus gehen. Der Referent ist Doktorand am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Er lebt und arbeitet in Berlin.