INFOVERANSTALTUNG // 1.MAI - ROSTOCK // 8.MAI - DEMMIN
Rostock:
Im 10. Todesjahr des vom NSU ermordeten Mehmet Turgut, wollen Nazis am 1. Mai in Rostock durch Dierkow und Toitenwinkel marschieren – ganz in der Nähe des Ortes, an dem Mehmet Turgut 2004 erschossen wurde.
Dass die Nazis ausgerechnet an dem Ort, an dem ihre Kameraden mordeten, marschieren wollen, kann als Verhöhnung des NSU-Opfers und Provokation verstanden werden und wird von uns nicht tatenlos hingenommen werden.
Die von den Nazis geplante Demonstration zum 1. Mai, dem Tag der Befreiung Rostocks durch die Rote Armee, ist der Höhepunkt einer seit dem letzten Jahr beständig forcierten nationalistischen und rassistischen Stimmungsmache im Bundesland.
Angesichts der Kommunal- und Europawahl versuchen die NPD und ihre Kameraden in Mecklenburg-Vorpommern nun wieder einmal den 1. Mai nationalistisch umzudeuten und zu vereinnahmen.
Demmin:
Seit 2006 marschieren Neonazis am 8. Mai durch die Kleinstadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern. Auch in diesem Jahr werden sie wieder versuchen ihren „Trauermarsch“ abzuhalten. Für die Neonazis ist der 8. Mai nicht der Tag der Befreiung vom Faschismus, sondern der Tag, an dem ihr mörderisches Reich unterging. Getarnt im Klagelied um angebliche Gräueltaten durch die Rote Armee, trauern sie öffentlich dem Nationalsozialismus nach. Demmin bietet den Neonazis von NPD und freien Kameradschaften dafür einen idealen Anlaufpunkt.
Doch es tut sich etwas. Engagierte Historiker_innen versuchen den Mythos durch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Geschehen zu entzaubern und können dabei erste Erfolge vorweisen. So das den Neonazis in den letzten Jahren kräftiger antifaschistischer Widerstand entgegen trat.
Deshalb rufen wir euch auf: Kommt am 1. und 8. Mai mit nach Rostock & Demmin und stellt euch den Neonazis in den Weg!