DIMENSIONEN UND ÖKONOMIE DER ZWANGSARBEIT WÄHREND DER NS-ZEIT IN NEUBRANDENBURG
Line-up
- DIMENSIONEN UND ÖKONOMIE DER ZWANGSARBEIT WÄHREND DER NS-ZEIT IN NEUBRANDENBURG
Referent: Christian Hartz
Zwangsarbeit in der NS-Zeit war ein über Jahrzehnte vernachlässigtes Thema. Mit der Entschädigung der Zwangsarbeiter_innen der Industrie kamen die historischen Dimensionen teilweise zum Vorschein. Bis zum Jahr 2007 wurden laut der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ an ca. 1,66 Millionen Personen eine Summe von 4,4 Mrd. € ausgezahlt. Nichtsdestotrotz sind viele Bereiche der Zwangsarbeit, besonders deren ökonomische Aspekte, auf die im Rahmen des Vortrags eingegangen wird, weitgehend unbekannt.
Neubrandenburg war Standort zweier Außenkommandos des Konzentrationslagers Ravensbrück und dem sogenannten Waldbaulager. Zeitweise kamen auf einen Bewohner der Stadt eine Zwangsarbeiter_in. Damit wurde eine Konzentration von Zwangsarbeit in der Stadt erreicht, die es im damaligen Reichsgebiet selten gab. Über den aktuellen Stand der Initiative für einen würdigen Gedenkort der KZ-Außenlager werden wir auch informieren.
Christian Hartz ist freier Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Für den Vortrag sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. Fragen werden selbstverständlich gerne beantwortet, Dikussionen sind ausdrücklich erwünscht.