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Dienstag, 09. März 2010

klasse statt masse

Am kommenden Wochenende finden im AJZ Seminare mit dem Sozialwissenschaftler und Autor Andreas Kemper statt.

Leistungsträger und Eliten - Proleten, Unterschicht und Hartz-IV... Menschen werden eingeteilt und in Schubladen gesteckt, nicht nur nach Religion, Ethnie oder Geschlecht, oder Sexualität, sondern auch nach sozialem Rang. Ein aktuell diskutiertes Thema, dem in der Forschung bislang allerdings wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Auf der Grundlage von Kempers vor kurzem mit Heike Weinbach veröffentlichtem Buch „Klassismus – Eine Einführung“ werdet ihr in vier thematischen Blöcken, die heutige Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer „Klasse“ als gesellschaftliches und strukturelles Problem untersuchen.

Am Sonnabend von 10-13 und von 14-17 Uhr geht es allgemein um die Einführung in den Begriff „Klassismus“. In einer Zeit, in der ständig behauptet wird, alle Menschen hätten die gleichen Chancen, gilt es zu hinterfragen inwieweit unsere Biographien durch unsere soziale Klasse vorbestimmt sind.

Am Sonntag von 10-13 und von 14-16 Uhr werden sich die Seminare konkret mit der modernen Sozialeugenik befassen. Thilo Sarrazin und Peter Sloterdijk sind die zwei wohl bekanntesten Vertreter, dieser klassistischen Idee. Es geht um die Auffassung, dass Intelligenz und „Leistungsfähigkeit“ sozial- und rassenspezifisch vererbar seien und dass die so genannte Unterschicht beseitigt werden müsse.

Die Teilnahme an den Seminaren ist kostenlos (Verpflegung inklusive). Anmelden könnt ihr euch für ein, zwei, drei oder am besten alle Seminare mit einer E-Mail an stunk@ajz-nb.de

www.klassismus.de